{"id":1081,"date":"2009-11-01T21:20:24","date_gmt":"2009-11-01T19:20:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mkb-rechtsanwaelte.de\/test\/wordpress\/?p=159"},"modified":"2009-11-01T21:20:24","modified_gmt":"2009-11-01T19:20:24","slug":"die-aufrechnung-von-verjahrten-forderungen-mit-der-kaution","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mk-rechtsanwaelte.de\/mk\/die-aufrechnung-von-verjahrten-forderungen-mit-der-kaution\/","title":{"rendered":"Die Aufrechnung von verj\u00e4hrten Forderungen mit der Kaution"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema Kaution ist ein ewiger Dauerbrenner. Anspr\u00fcche des Vermieter aus Verschlechterung der Mietsache (=unterlassener Sch\u00f6nheitsreparatur) oder wegen Schadensersatz verj\u00e4hren &#8211; <a title=\"Vermieterfalle \u00a7 548 BGB\" href=\"http:\/\/www.mkb-rechtsanwaelte.de\/test\/wordpress\/?p=115\" target=\"_blank\">wie bereits geschildert<\/a> &#8211; innerhalb von 6 Monaten ab <strong><span style=\"text-decoration: underline;\">R\u00fcckgabe<\/span><\/strong> der Mietsache, unabh\u00e4ngig von der eventuellen weiteren Laufzeit des Mietvertrages. Die Folgen der Verj\u00e4hrung sind aber zumindest dann noch zu verschmerzen, wenn eine Kaution beim Vermieter vorhanden ist, die zur Abdeckung der Forderung ausreicht. Aber auch hier lauern wieder Gefahren<\/p>\n<p><!--more-->Die Aufrechnung gem\u00e4\u00df <a title=\"Aufrechnung\" href=\"http:\/\/gesetze.juris.de\/bgb\/__387.html\" target=\"_blank\">\u00a7 387 BGB<\/a> ist nach <a title=\"Verj\u00e4hrung\" href=\"http:\/\/gesetze.juris.de\/bgb\/__215.html\" target=\"_blank\">\u00a7 215 BGB<\/a> auch mit verj\u00e4hrten Forderungen m\u00f6glich. Einzige Voraussetzung\u00a0 ist, dass sich die Forderungen in unverj\u00e4hrter Zeit aufrechnungsf\u00e4hig gegen\u00fcbergestanden haben. Somit kann der Vermieter auch mit der Kaution aufrechnen, wenn seine Forderungen bereits verj\u00e4hrt sind.<\/p>\n<p>Allerdings ist in heutiger Zeit die Barkaution meist die Ausname, zumeist ist der Vermieter auch mit einer Bankb\u00fcrgschaft\u00a0 zufrieden.\u00a0 Nach Rechtsprechung des BGH ist jedoch eine Aufrechnung gem\u00e4\u00df \u00a7 215 BGB (\u00a7 390 Satz BGB aF)\u00a0 bei Vorliegen einer Bankb\u00fcrgschaft nicht m\u00f6glich (siehe BGH, Urteil vom 28.1.1998, AZ: <a title=\"BGH zur Aufrechnung\" href=\"http:\/\/www.lrz-muenchen.de\/~Lorenz\/urteile\/bghz138_49.htm\" target=\"_blank\">XII ZR 63\/96<\/a> in NJW 1998, . Die Begr\u00fcndung hierf\u00fcr ist simpel: Weil es im Gesetz steht. Nach <a title=\"Einreden des B\u00fcrgen\" href=\"http:\/\/gesetze.juris.de\/bgb\/__768.html\" target=\"_blank\">\u00a7 768 BGB<\/a> kann der B\u00fcrge die Einreden des Hauptschuldners geltend machen, also und gerade auch die Verj\u00e4hrung. Und wenn der B\u00fcrge diese Einrede geltend macht, muss er die B\u00fcrgschaftssumme auch nicht auszahlen.<\/p>\n<p>Der feine Unterschied ist also der tats\u00e4chliche Besitz: Hat der Vermieter die Kaution, kann er Aufrechnen, hat er nur einen Anspruch auf Auszahlung der Kautionssumme gegen die Bank, bleibt er auf seinen verj\u00e4hrten endg\u00fcltig Forderungen sitzen.<\/p>\n<p><em>&#8222;Seien Sie nicht traurig. Das Geld ist ja nicht weg! Es hat halt eben nur ein anderer !&#8220;<\/em> Zitat aus dem Film\u00a0 M\u00e4nnersache von und mit Mario Barth<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Kaution ist ein ewiger Dauerbrenner. 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