{"id":732,"date":"2009-08-05T20:51:35","date_gmt":"2009-08-05T18:51:35","guid":{"rendered":"http:\/\/mkb-rechtsanwaelte.de\/blog\/wordpress\/?p=67"},"modified":"2009-08-05T20:51:35","modified_gmt":"2009-08-05T18:51:35","slug":"mkb-klart-auf-webabzocker-wie-reagieren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.mk-rechtsanwaelte.de\/mk\/mkb-klart-auf-webabzocker-wie-reagieren\/","title":{"rendered":"MKB kl\u00e4rt auf: Webabzocker &#8211; wie reagieren ?"},"content":{"rendered":"<p>Unter dem Schlagwort Webabzocker werden Internetangebote verstanden, die bei dem User durch grafische Gestaltung und\/oder versteckte AGBs und Preislisten den Eindruck erwecken, kostenfrei zu sein, tats\u00e4chlich aber einen Vertragsschluss \u00fcber eine Leistung beinhalten. Meist besteht diese Leistung in Verlinkungen zu kostenfreier Software und\/oder frei verf\u00fcglichen Informationen.<\/p>\n<p>Aus juristischer Sicht bewegen sich diese Angebote in einer Grauzone, <!--more--> da diese Angebote auf die fehlende Sorgfalt der User spekulieren. Der &#8222;durchschnittliche Internetuser&#8220; nimmt sich \u00e4u\u00dferst selten die Zeit Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen, Preislisten hinter versteckten Links und juristisches Kauderwelsch zu lesen. \u00dcblicherweise wird lediglich ein H\u00e4ckchen in das K\u00e4stchen &#8222;Ich bin mit den AGB einverstanden&#8220; gesetzt, ohne sich mit diesen auseinanderzusetzen.\u00a0 Grunds\u00e4tzlich muss sich der User diesen Sorgfaltspflichtenversto\u00df zurechnen lassen. Allerdings kann dies nicht gelten, wenn das Angebot so gestalltet ist, dass es gerade darauf abzielt. Ob diese Gesch\u00e4tsmethode schon den Tatbestand des Betruges erf\u00fcllt, bleibt abzuwarten, in dieser Hinsicht laufen bereits einige <a title=\"Spiegel.de\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/0,1518,581187,00.html\" target=\"_blank\">Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber derartiger Angebote<\/a>.<\/p>\n<p>Tr\u00e4gt ein User seine Daten ein (meist reicht schon die EMail Adresse) kriegt er kurze Zeit sp\u00e4ter eine Rechnung \u00fcber einen kleineren Betrag zwischen 50-250 \u20ac, jeweils abh\u00e4ngig von der Laufzeit des &#8222;Vertrages&#8220; \u00fcbersandt. Zahlt der User nicht, f\u00e4ngt ein &#8222;Bombardement&#8220; aus Drohbriefen und Drohemails der Anbieterfirma, eines beauftragten Inkassob\u00fcros (beispielsweise: <a title=\"Abofallen.info\" href=\"http:\/\/www.abofallen.biz\/6-Online\/Trickbetrug-weitere\/Hintergrundmaterial\/Inkassounternehmen\/313-proinkasso_gmbH.htm\" target=\"_blank\">Proinkasso<\/a>) oder von Anw\u00e4lten (hier die \u00fcblicherweise auftretenden Anw\u00e4lte: <a title=\"Jurablogs \u00fcber Olaf Tank\" href=\"http:\/\/www.jurablogs.com\/thema\/olaf-tank\" target=\"_blank\">Olaf Tank<\/a>, <a title=\"Jurablogs zu Katja G\u00fcnther\" href=\"http:\/\/www.jurablogs.com\/suche?s=Katja+G%25C3%25BCnther\" target=\"_blank\">Katja G\u00fcnther,<\/a> oder Kristina Stra\u00dfburg) .<\/p>\n<p>Sollten Sie eine Zahlungsaufforderung erhalten haben, sollten Sie dieser Forderung widersprechen. Im Internet finden Sie zu den bekanntesten Abzockern entsprechende Musteranschreiben (Musterschreiben:<a title=\"Mustenaschreiben Verbraucherzentrale\" href=\"http:\/\/www.verbraucherzentrale-rlp.de\/UNIQ124941847717035\/link436441A.html\" target=\"_blank\">Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz<\/a>). Eine Reaktion auf ein solches Schreiben erfolgt so gut wie nie, und meistens gehen auch die Mahnungen weiter. Trotzdem sollten Sie f\u00fcr den &#8211; unwahrscheinlichen &#8211;\u00a0 Fall eines Gerichtsverfahrens die Absendung eines solchen Schreibens nachweisen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ansonsten m\u00fcssen Sie auf die Drohungen von Inkasso B\u00fcros und Anw\u00e4lten nicht reagieren, die Drohungen mit Schufa Eintrag und\u00a0 Offenbarungseid sind haltlos, da derartige Ma\u00dfnahmen nur mittels eines rechtskr\u00e4ftigen Titels eines Gerichts erreicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Soweit Sie sich trotzdem unsicher f\u00fchlen, sollten Sie einen Rechtsanwalt hinzuziehen.<\/p>\n<p>Mittlerweile sind manche &#8222;Abzock&#8220;-Anw\u00e4lte in Einzelf\u00e4llen dazu \u00fcbergegangen, auch <a title=\"Dr Ole Damm zum MB Verfahren\" href=\"http:\/\/www.damm-legal.de\/verbraucherzentrale-bange-machen-gilt-nicht-ii-rain-katja-gunther-greift-fur-online-content-ltd-zu-harteren-mitteln\" target=\"_blank\">gerichtliche Mahnbescheide<\/a> zu beantragen. Dies ist insofern ungew\u00f6hnlich, da die Anbieter hierf\u00fcr erstmalig &#8222;richtiges&#8220; Geld aufwenden m\u00fcssen. Sollte ein solcher Mahnbescheid eingehen, m\u00fcssen Sie reagieren und einen Widerspruch einlegen (wie das geht wird in dem Anschrieben erkl\u00e4rt, immer auf das Rosa Blatt achten!!), um zu verhindern, dass die Gegenseite einen Titel erlangt. Das gerichtliche Mahnverfahren kommt ohne eine Begr\u00fcndung der Anspr\u00fcche aus, d.h. der Antragsteller braucht nicht tiefergehend zu begr\u00fcnden, was die Grundlage f\u00fcr den geltend gemachten Anspruch ist und das Gericht pr\u00fcft auch nicht den geltend gemachten Anspruch.<\/p>\n<p>Welches sind nun die einschl\u00e4gig bekannten Seiten ? Hier hat die Verbraucherzentrale eine <a title=\"Kostenfallen im Netz\" href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/mediapics\/kostenfallen_im_internet.pdf\" target=\"_blank\">Liste der bekannten Kostenfallen<\/a> ind Netz gestellt, die st\u00e4ndig aktualisiert wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Schlagwort Webabzocker werden Internetangebote verstanden, die bei dem User durch grafische Gestaltung und\/oder versteckte AGBs und Preislisten den Eindruck erwecken, kostenfrei zu sein, tats\u00e4chlich aber einen Vertragsschluss \u00fcber eine Leistung beinhalten. 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